Biographie von Ulf Bunde

2017

In der ersten Jahreshälfte des Jahres 2017 sang Ulf Bunde in der international vielbeachteten Produktion von "Die Harmonie der Welt" von Paul Hindemith in der Inszenierung von Dietrich Hilsdorf und unter der musikalischen Leitung von Gerrit Priessnitz am Landestheater Linz den Baron Starhemberg und den Vogt. In der Kritikerumfrage der Fachzeitschrift "Opernwelt" wurde diese Produktion zur Wiederentdeckung des Jahres gekürt. 

Einen überwältigenden Erfolg fuhr die Linzer Musicalproduktion "In 80 Tagen um die Welt" (Uraufführung) von dem norwegischen Komponisten Gisle Kverndokk in der Inszenierung von Matthias Davids beim Deutschen Musical Theater Preis 2017 ein. Von dreizehn zu vergebenden Preisen nahm das Linzer Musicalteam sechs mit nach Hause - Bestes Musical, beste Regie, beste Choreografie, bestes Bühnenbild, beste Kostüme und bester Darsteller in einer Nebenrolle. Ulf Bunde war mit den Rollen Curlywave, Danilo und Spoletta Teil dieser Inszenierung. 

Nach 15 Jahren als Generalmusikdirektor am Linzer Landestheater verabschiedete sich Dennis Russell Davies mit einer halbszenischen Produktion von Bernsteins "On the town" (Regie: Matthias Davids). Ulf Bunde eröffnete den Abend mit dem Solosong des First Workman.

Mit Beginn der Spielzeit 2017/18 ist der neue Orchesterchef des Brucknerorchesters Markus Poschner. In seiner ersten Opernpremiere "Frau ohne Schatten" von Richard Strauss in der Inszenierung des Intendanten Herrmann Schneider singt Ulf Bunde am Landestheater Linz einen der Wächter der Stadt

Nach der erfolgreichen Inszenierung von Karl Absenger von "Im weissen Rössl" in der Spielzeit 2016/17 zeichnet Herr Absenger auch für "Eine Nacht in Venedig" von Johann Strauss am Linzer Landestheater verantwortlich. Hier wird Ulf Bunde als Stewart in Erscheinung treten.

2016

Unter der neuen Intendanz von Hermann Schneider am Landestheater Linz wird Ulf Bunde in der neuen Konzertreihe "Oper am Klavier" im Foyer des Landestheaters und im Eröffnungskonzert der Spielzeit 16/17 in der Verdi Oper "Un giorno di regno" konzertant die Rolle des Barone singen. Darüber hinaus stehen an die Partien von Curlywave in der Welturaufführung des Musicals "In 80 Tagen um die Welt", der 5. Jude in "Salome" sowie der Reiseführer in "Das weiße Rössl".

Im August Abschlusskonzert des Meisterkurses von Gudrun Bär im Bienenmuseum in Weimar mit verschiedenen Opernarien. 

Im Juli konzertante Aufführung der Oper "Der Mond" von Carl Orff und darin der 4. Bursche im Rahmen der Salzachfestspiele Laufen unter der musikalischen Leitung von Dr. Stephan Höllwerth. 

Ab 26.05.2016 Uraufführung der Oper "Terra Nova" am Landestheater Linz. Musik: Moritz Eggert, Libretto: Franzobel und Rainer Mennicken, Regie: Carlos Padrissa von der katalanischen Theatergruppe La Fura dels Baus, die schon bei der Eröffnung des Neuen Musiktheater Linz mit einer Open-Air-Aufführung über Parsifal (Wagner) für Furore sorgten. Ulf Bunde wird die Rollen Lautsprecher und Moonwalker/Reporter/Rädelsführer singen. 

Ab 06.02.2016 am Landestheater Linz als Europäische Erstaufführung die Oper "McTeague - Gier nach Gold" des amerikanischen Komponisten William Bolcom in einer Inszenierung von Matthias Davids unter der musikalischen Leitung von Dennis Russel Davies und Daniel Linton-France. Ulf Bunde wird die Rollen des Papa Sieppe und New Dentist singen.

2015

Am 27. Dezember Basssolopart in "Weihnachtsoratorium" Teil 1-3 von J. S. Bach mit den Chorknaben Uetersen unter der Leitung von Hans-Joachim Lustig im Saalbau Elmshorn. 

Ab 07. November Konsul Bogdanowitsch in Lehàrs Operette "Die lustige Witwe" am Landestheater Linz, Regie: Michiel Dijkema, Dirigat: Johannes Wildner und Daniel Spaw.

Ab 31. Juli Dulcamara in "L'elisir d'amore" im Rahmen des Klassikfestival Schloss Kirchstetten, Regie: Csaba Némedi, Dirigat: Hooman Khalatbari.

Am 12. April im Rahmen der Konzertreihe für zeitgenössische Werke "Living Room Artists" am Landestheater Linz Uraufführung der Komposition "Herren im Bad" von Gerhard Paal nach Loriot mit Csaba Grünfelder, Tenor, Ulf Bunde, Bariton und Daniel Linton-France am Klavier. Wiederholung am 12. September im Rahmen des Tages der offenen Tür am Landestheater Linz. 

Am 5. April Mozart Krönungsmesse in der Stadtpfarrkirche in Gmunden. 

Rollen am Landestheater Linz: Sprecher in "Die Zauberflöte", Morales in "Carmen", Angelotti in "Tosca", Bischof von Digne, Militäroffizier und Major Domus in "Les Misérables", Eugen von Rohnsdorff in "Die Csárdásfürstin".

2014

Ab Dezember 2014 Eugen von Rohnsdorff in der Operette „Die Csàrdàsfürstin“ (Kàlmàn) am Landestheater Linz, Regie von Karoline Gruber.  

Ab September 2014 Bischof von Digne, Armeeoffizier und Major Domus in "Les Misérables" in einer Inszenierung von Matthias Davids am Landestheater Linz

Ab September 2014 Angelotti in „Tosca“ in einer Inszenierung von Intendant Rainer Mennicken am Landestheater Linz. In einer Galavorstellung an der Seite von Startenor José Cura. 

Ab Mai 2014 Morales in „Carmen“ in einer Inszenierung von Elmar Goerden am Landestheater Linz

Im Mai Konzert mit Mitgliedern des Bruckner Orchesters Linz im Brucknerhaus Linz. Uraufführung der „Morgensternmoritate“ des Komponisten Gerhard Paal nach Texten von Christian Morgenstern für Bassbariton und Instrumente.

Im April Mozarts „Missa in C-Dur“ an St. Theresia in Linz. 

Mit drei anderen Kollegen sang Ulf Bunde im April in einer live vom ORF übertragenen Radioshow zum ersten Geburtstag des Neuen Musiktheater Linz drei deutsche Tonfilmschlager aus Filmen aus der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts. 

Im März sprang Ulf Bunde kurzfristig konzertant als Gallus Putschögl in der von Ernst Ludwig Leitner neu komponierten Oper „Fadinger“ am Landestheater Linz ein.

Mit vier weiteren Kollegen realisierte Ulf Bunde eigenständig die szenische Produktion der selbst konzipierten und ausgestatteten Tonfilmschlager-Revue „Es leuchten die Sterne“, die seit März 2014 in der BlackBox Lounge des Landestheater Linz zu sehen ist. 

Gastspiel im Februar mit der szenischen Umsetzung von Rossinis „Petite messe solennelle“ durch die bekannte Berliner Theatercompagnie "Nico and the Navigators“ am Théâtre de Nîmes.

Seit Februar 2014 Dritter Landsknecht in der Uraufführung der Oper „Fadinger“ von Ernst Ludwig Leitner in einer Inszenierung von André Turnheim am Landestheater Linz. 

Seit 2013 bis 2015 Sprecher in „Die Zauberflöte“ (Mozart) am Landestheater Linz in einer Inszenierung des japanischen Regisseurs Amon Miyamoto. 

2013

Gastspiel mit der szenischen Umsetzung von Rossinis „Petite messe solennelle“ durch die bekannte Berliner Theatercompagnie "Nico and the Navigators“ am Grand Théâtre Luxemburg.

2013 sang und spielte Ulf Bunde in „Pariser Leben“ am Landestheater Linz die Rollen Führer und Joseph/Urbain (Inszenierung: Adriana Altaras). 

Seit 2013 singt Ulf Bunde am Landestheater Linz den Sprecher in „Die Zauberflöte“ in einer Produktion des japanischen Opernregisseurs Amon Miyamoto. Diese erfolgreiche Produktion läuft die gesamte Spielzeit 2013/14 und wird in die anschließende Spielzeit 2014/15 übernommen. 

Leitung eines Gesangsworkshops für die Bässe des Vocalensemble Innpuls.

Konzerte mit Donizettis „Messa di Requiem“ in Willich und Moers (Deutschland) unter Klaus-Peter Pfeifer und mit der Camerata Louis Spohr (Düsseldorf). 

Bachs „Weihnachtsoratorium“ Teil 1-3 in Willich (Deutschland) unter Friederike Braun. 

Benefizkonzert am Landestheater Linz für die Hochwasseropfer in Oberösterreich: Schubert Quartette und Baritonsolo in Ausschnitten aus Orffs „Carmina Burana“.

Mehrere Konzerte mit einem Soloprogramm im Bayerischen Landtag, dem Maximilianeum. 

2012

Gastspiele mit der szenischen Umsetzung von Rossinis „Petite messe solennelle“ durch die bekannte Berliner Theatercompagnie "Nico and the Navigators" an der Opéra Dijon, an der Pariser Opéra Comique, am Berliner Radialsystem und bei den Bregenzer Festspielen.

Am Landestheater Linz sang Ulf Bunde 2012 den Don Alfonso in Mozarts „Così fan tutte“ in einer Inszenierung von Andreas Baesler, sowie den Ceprano in „Rigoletto“ in einer Inszenierung von Intendant Rainer Mennicken. 

In Weills „Die sieben Todsünden“ gab er am Landestheater Linz zusammen mit der Pop-Ikone Marianne Faithfull als Anna 1 den Vater der Familie.

Ohne vorherige Kenntnis der Partie sprang Ulf Bunde innerhalb eines Tages kurzfristig konzertant am Landestheater Linz für einen erkrankten Kollegen ein in der Partie des Baron von Gondremarck in „Pariser Leben". 

Morales („Carmen“) in einem Galakonzert mit dem Bruckner Orchester Linz im Großen Saal des Brucknerhauses Linz. 

Ulf Bunde übernahm auf Einladung der Musikfestspiele Schwäbischer Frühling in Rot an der Rot im Allgäu mit dem Bruckner Orchester Linz unter der Leitung von Dennis Russel Davies in Anton Bruckners Te Deum den Basssolopart.

Mit dem Tanzhaus NRW und der Camerata Louis Spohr (Düsseldorf) im Rahmen des Willicher Musikprojektes gab er konzertant den Polypheme in „Acis und Galathea“. 

2011

Am Landestheater Linz übernahm er 2011 kurzfristig innerhalb von drei Tagen szenisch die Partien Pfarrer und Dachs, und innerhalb von 48 Stunden konzertant den Förster in „Das schlaue Füchslein" von Janaczek (Inszenierung: Matthias Davids).

Mit einer szenischen Umsetzung von Rossinis „Petite messe solennelle“ durch die bekannte Berliner Theatercompagnie "Nico and the Navigators" feierte Ulf Bunde 2011 Erfolge beim Kunstfest in Weimar und im Berliner Radialsystem.

2010

Konzerte mit dem Kaliningrader Staatsorchester (Faure: „Requiem“) und dem Jugendorchester "Attacca" der Bayerischen Staatsoper (Mozart: „Vesperae solennes de Confessore).

Auf Einladung des Gifhorner Kulturvereins führte ihn ein Liederabend in den Rittersaal des Gifhorner Schlosses. Dabei Uraufführung von Liedern des Komponisten Hans-Josef Winkler nach Texten von Ernst Jandl. 

Für die Schauspielproduktion "Eine Mittsommernachts Sex-Komödie“ in einer Inszenierung von Sarah Kohrs am Landestheater Linz nahm er drei Lieder auf.

Als Lakai und Truffaldin in Richard Strauss' Oper „Ariadne auf Naxos“ stand Ulf Bunde 2010 in Dachau mit dem Lyrischen Opernensemble (Dachau) auf der Bühne, unter dem Dirigat von Stellario Fagone (Bayerische Staatsoper) und mit dem Symphonischen Orchester Plovdiv.

Ulf Bunde trat unter anderem mit einem Solo-Programm auf Bayerns größtem Open-Air-Ball, dem Fürther Sommernachtsball, sowie im Bayerischen Landtag, dem Maximilianeum, auf. 

2009

Mit dem Stadttheater Fürth realisierte Ulf Bunde im Winter 2009/10 den Polypheme in Händels „Acis und Galathea“ in einer Inszenierung von Nilufar K. Münzing. 

Am Landestheater Detmold sang er 2009 in einer Koproduktion mit dem Fesival MusicaSacra Paderborn den Abt in „Der Fluss der Möwen“ von Benjamin Britten (Inszenierung: Frank Düwel).

Am Stadttheater Pforzheim sang er den Raphael in „Die Schöpfung“ von Joseph Haydn.

2008

2008 gastierte Ulf Bunde als Mesner und Sciarrone in „Tosca“ am Teatro Castro Alves in Brasiliens ehemaliger Hauptstadt Salvador mit dem Orquestra Sinfonica da Bahia (OSBA) unter der Leitung von Ulrich Kern. 

Am Stadttheater Fürth sang er den Lautsprecher in Viktor Ullmanns „Der Kaiser von Atlantis“ und die Mutter in Weills „Die sieben Todsünden“ in einer Inszenierung von Felix Eckerle und unter der musikalischen Leitung von Judith Kubitz. Diese Produktion wurde vom Bayerischen Rundfunk mitgeschnitten und gesendet. 

Stipendium des Richard-Wagner-Verbandes Bielefeld.

2001 - 2007

2001, ein Jahr vor seinem Diplom, erhielt Ulf Bunde sein erstes Festengagement an das Landestheater Detmold. Diesem Haus blieb er sechs Spielzeiten verbunden und erarbeitete sich ein großes Repertoire. Von den zahlreichen Partien in Oper und Musical seien hier stellvertretend genannt: 

van Bett, Buonafede, Kaspar, Don Giovanni, Guglielmo, Plumkett, Biterolf, Don Inigo Gomez, Alaskawolfjoe, Herr Reich, Besenbinder, Geronte de Ravoir und Peter Squenz

In seiner Karriere hat Ulf Bunde bisher über 50 Rollen gesungen. Einspringer führten ihn an die Theater von Hagen (Alaskawolfjoe), Kaiserslautern (Plumkett), Krefeld (Plumkett), Mönchengladbach (Plumkett) und Halberstadt (van Bett). 

Konzert auf dem Festival MusicaMallorca

Ulf Bunde war Gastkünstler auf dem Traumschiff Deutschland und trat im Rahmen der Expo 2000 in Hannover auf.

Ausbildung

Der Bassbariton Ulf Bunde wurde 1974 in der Nähe von Hamburg geboren. In dem Alter von 10 Jahren begann er mit dem Klavierunterricht. Von 1984 bis 1996 sang er mit dem gemischten Knabenchor „Chorknaben Uetersen“ als Knabensopran und Bass Konzerte in Deutschland und Europa und errang Preise bei Wettbewerben. Außerdem bekam er dort erste solistische Aufgaben. Von 1996 bis 1999 gehörte er dem semiprofessionellen Kammerchor „I Vocalisti“ an (Konzerte, Wettbewerbe, NDR-Aufnahme).

Nach Abitur und Zivildienst begann Ulf Bunde 1996 ein Studium der Schulmusik für das höhere Lehramt an Gymnasien mit Hauptfach Gesang in der Klasse von Prof. Günter Binge an der Musikhochschule Lübeck. Ab 1997 studierte er ebenfalls bei Prof. Günter Binge Bühnen- und Konzertgesang. 2002 machte er sein Diplom, an das sich das Konzertexamen anschloss. Meisterkurse führten ihn unter anderen zu Kammersänger Bernd Weikl und Gudrun Bär.

Seit Beginn des Studiums steht Ulf Bunde als Solist auf der Bühne. An der Lübecker Musikhochschule hatte er reichlich Gelegenheit, sich mit seinem Repertoire vertraut zu machen. So sang er dort u.a. Dr. Bartolo in „Figaros Hochzeit“, Gefängnisdirektor Frank in „Die Fledermaus“, Simone in „Gianni Schicchi“ und Don Alfonso in „Così fan tutte“. Mit den Basspartien in „The Martyrdom of St. Magnus“ von Peter Maxwell Davies gastierte er mit der Musikhochschule Lübeck auch auf Schloss Rheinsberg

Die Hamburgische Musikhochschule holte ihn als Gast für die Partie des Lautsprechers in „Der Kaiser von Atlantis“ von Viktor Ullmann.

An der Jungen Oper Lübeck erhielt er einen Solistengastvertrag als Bass in „The four note Opera“ von Tom Johnson. 

In der Lübecker Konzertkirche St. Petri gab er den Balthasar in „Amahl und die nächtlichen Besucher“ von Menotti.

Bereits im dritten Semester engagierte ihn das Lübecker Stadttheater für fünf Opernproduktionen als Gast im Hauschor. 

Im Jahre 2000 sang Ulf Bunde am Staatstheater Schwerin den Anthony in der Uraufführung der Kammeroper „Die perfekte Magd“ von Tom Suits.

Konzerttätigkeit

Das Konzertrepertoire von Ulf Bunde reicht von Barock bis Moderne, von Lied über Arien aus Opern, Operetten und Musicals, Oratorien bis hin zu zeitgenössischen Kompositionen und Filmmusik.

Aufnahmen und Übertragungen mit dem NDR, WDR, BR und ORF.

Ulf Bunde - © Sakher Almonem